In der Fußgängerzone

Auf die Frage, wie man in der Fußgängerzone Geld verdienen kann, werden die meisten Gefragten antworten, dass Betteln dort die erste Wahl ist. So beliebt und verbreitet das Betteln in Fußgängerzonen auch sein mag, es gibt andere, lohnende Möglichkeiten, dort Geld zu verdienen.

Als Erstes ein Hinweis, den viele Straßenhändler missachten. Zur Ausübung des Gewerbes benötigt man eine Erlaubnis. Diese erteilt meist das Ordnungsamt der jeweiligen Stadt, das auch die im Straßenhandel erlaubten Geschäfte benennt.

Beliebt ist der Verkauf von Modeschmuck. Etliche junge Menschen passieren vormittags die autofreien Zonen der Stadt und lassen sich von dem Glanz des Schmuckes locken. Entspricht dieser der aktuellen Mode und passt der Preis in das Budget der Passanten, kann der Verdienst beachtlich sein.

Für die kommende Jahreszeit lohnt sich der Verkauf von Wintersocken an einem Straßenstand. Jeder bekommt im Winter kalte Füße und gute Socken werden nachgefragt. Stimmt Qualität und Preis, dann hat man sich schnell einen guten Namen gemacht, der sich in der Stadt herumspricht. Die Käufer erwerben dann die begehrten Wintersocken sogar lieber an einem offenen Verkaufsstand, als in teueren Fachgeschäften.

Neben Socken und Modeschmuck sind gängige Küchenartikel oftmals echte Reißer. Gerade die vielen Singles, die eine kleine Wohnung in der Innenstadt bewohnen, sind dankbare Abnehmer von Mixern, kleinen Küchenmaschinen oder Geschirr aller Art. Auch hier zählt neben Originalität der Preis, den ein Straßenhändler aber wegen der fehlenden Ladenmiete meist problemlos tief halten kann.

Dem Betteln ähnlich, aber dennoch etwas ganz anderes, ist der Erwerb von Geld durch die Aufführung von Musik. Etliche Straßenmusiker beleben die ruhigen Straßen der Innenstädte und erfreuen Anwohner, Händler und potenzielle Kunden gleichermaßen. Passt die Musik zur Jahreszeit, dann sprudeln die Gewinne der Musiker ganz gewiss.

Gerne werden auch Straßenmaler gesehen. Sie bemalen mit Kreide das Pflaster mit poppigen Motiven, die aber nach dem nächsten kräftigen Regen wieder verschwunden sind. Schade, aber zahlen werden die Passanten dennoch.

Als Letztes hier noch eine tragfähige Geschäftsidee für zwei oder drei engagierte Freunde männlichen Geschlechts. Neben der Idee braucht man jede Menge Süßigkeiten, eine Sofortbildkamera und zwei Verkleidungen. Die eine als Weihnachtsmann, die andere als Knecht Ruprecht. Das sollte dann ausreichen, um zumindest in der Weihnachtszeit genügend Geld in nahezu jeder Fußgängerzone verdienen zu können.
Wie es gemacht wird? Einer verkleidet sich als Weihnachtsmann und der andere als Knecht Ruprecht. Ist ein Dritter mit von der Partie, dann trägt dieser unauffällige Zivilkleidung. An einer gut frequentierten Stelle der Fußgängerzone, vorzugsweise an Wochenenden, stellen sich alle auf. Die verkleideten Partner suchen junge Mütter mit Kleinkindern aus dem vorbei strömenden Publikum heraus. Während die Kinder beschenkt werden, macht einer der Freunde ein Foto, auf dem der Weihnachtsmann mit dem Kind und der Mutter zu sehen ist. Zu dritt geht das am Besten, weil dann auch noch Knecht Ruprecht mit auf dem Bild ist.
Die Mutter, die nicht bereit ist, für das Bild einen angemessenen Betrag zu zahlen, die muss noch geboren werden. Das Kind, das sie bei sich hat, ist dann mit größter Wahrscheinlichkeit nicht das ihre.