Versicherung/Bausparvertrag beleihen/verkaufen

Laut Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder anderen Vorsorgen verfügt der Versicherungsnehmer über Rücklagen. Doch er hat keinen Zugriff darauf, hat sich oft über Jahrzehnte hinweg gebunden und kann, wenn er tatsächlich schnell Geld benötigt, nicht darauf zugreifen. Im Notfall kann der Versicherungsnehmer aber durchaus mit dem Gedanken spielen, dass er seine Versicherungen verkauft oder beleiht. Diese Möglichkeit ist weitaus effektiver als der Notverkauf seiner Versicherungen.

Die Versicherung verkaufen oder beleihen – hier wartet das schnelle Geld

Einen Bausparvertrag hat man im Endeffekt deshalb abgeschlossen, weil man im Rentenalter eine finanzielle Rücklage wollte. Ebenfalls schließen viele Versicherungsnehmer eine Versicherung ab, weil sie damit – im Ernstfall – ihre Familie vor einem finanziellen Schaden bewahren möchten. Wer aber heute dringend Geld braucht, kann nicht noch 25 Jahre warten. Spielt der Versicherungsnehmer mit dem Gedanken, dass er seine Lebensversicherung verkaufen möchte, ist es ratsam, diesen nicht über die eigene Versicherung abzuwickeln. Der Rückkaufswert ist bei dem Versicherer gering. Ebenfalls gibt es noch die Gefahr der Stornogebühren. Auch wenn der Versicherungsnehmer vielleicht eine nette Summe Bargeld erhält, erlebt er ein negatives Geschäft. Eine Alternative ist der Zweitmarkt der Lebensversicherungen. Ist der Versicherungsnehmer mit dem Verkauf nicht zufrieden (vielleicht, weil die Verkaufssumme zu gering ist), besteht die Möglichkeit einer Belehnung der Versicherung. Als Sicherheit dient hier der Rückkaufswert der Versicherung. Der Versicherungsnehmer spart sich hier – im Gegensatz zu einer Finanzierung – eine SCHUFA-Auskunft und auch die Bonitätsprüfung. Es ist wichtig, dass der Versicherungsnehmer aber nicht nur ein Angebot der Versicherung einholt, sondern auch Angebote anderer Interessenten einholt. Das sind in der Regel Banken oder auch Unternehmen, die sich auf die Belehnung von Versicherungspolicen spezialisiert haben.

Der Vergleich lohnt sich – das beste Angebot erhält den Zuschlag

Der Versicherungsnehmer sollte hier das beste Angebot wählen. Wichtig sind die Überprüfung der Konditionen und auch die Kontrolle der Abtretungserklärung. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Belehnung oftmals schneller als ein Kredit ausbezahlt wird. Das liegt daran, da bei der Belehnung eine Prüfung der Bonität entfällt. Das Darlehen steht bereits nach rund 7 bis 10 Tagen zur Verfügung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer Vorauszahlung. Diesen Vorschuss, wie er gerne genannt wird, erhält der Versicherungsnehmer entweder vom Versicherer selbst oder er nimmt das Angebot von Unternehmen an, die sich ebenfalls auf diese Art der Finanzierung spezialisiert haben. Ein Vorteil: Die Versicherung bleibt in diesem Fall vollständig bestehen.

Auch hier gibt es schwarze Schafe und Betrüger

Natürlich gibt es immer wieder „schwarze Schafe“. Aus diesem Grund sollte der Versicherungsnehmer das Kleingedruckte lesen, Fragen stellen und Unklarheiten im Vorfeld bereinigen. Ebenfalls ist es ratsam, dass der Versicherungsnehmer Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten einholt und sich auch über etwaige Unternehmen informiert. Schlussendlich ist nicht immer alles lupenrein – auch wenn es gerne vorgegeben wird. Wenn sich der Versicherungsnehmer nicht zu 100 Prozent sicher ist, dass es sich um ein seriöses Unternehmen oder Unterfangen handelt, ist es ratsam, besser die Finger davon zu lassen. Auch dann, wenn die Konditionen äußerst verlockend wirken. Vielleicht sind sie ja gerade deshalb attraktiv, weil es sich um unseriöse Machenschaften handelt.